Mit Stil überzeugen

Mit Stil überzeugen – Ein rundum guter Eindruck

Artikel: 08.2012 | working@office
life Business-Accessoires

Oft sind es gerade die Kleinigkeiten, die uns in Erinnerung bleiben. Auch im Business gibt es Accessoires, die – richtig eingesetzt – unser Auftreten unterstützen. Sie sind also keine Nebensache, sondern verdienen unsere volle Aufmerksamkeit bei der Auswahl.
Tops, Röcke, Pumps – für Frauen ist es häufig eine Gratwanderung, sich modisch und zugleich seriös zu kleiden. Auch in Sachen Accessoires fällt die Entscheidung nicht immer leicht. Wie viel Schmuck wirkt angenehm? Wie farbig darf die Business-Tasche sein? Wie auffällig das Halstuch? Fragen, die nicht immer einfach zu beantworten sind. „Das Wichtigste beim Thema Accessoires ist, dass sich die Gegenstände in das Outfit einreihen“, erklärt Eva Ruppert, die sich als Trainerin und Coach auf das souveräne Auftreten im Geschäftsleben spezialisiert hat. „Denn gerade die Accessoires entscheiden häufig, ob ein Outfit zum Business-Outfit wird oder nicht.“ Im Gegensatz zur Bildenden Kunst, die alle Gegenstände als Accessoires bezeichnet, die nicht nötig sind, um den Hauptgegenstand darzustellen, bedeuten die kleinen, oft unscheinbaren Ergänzungen in der Stilberatung mehr als nur ein Anhängsel, weiß die Expertin.

Diskret kommt besonders gut an
„Im privaten Bereich dürfen Accessoires durchaus als Eyecatcher fungieren“, meint Eva Ruppert. Im Geschäftsalltag sollten sie eher diskret eingesetzt werden, damit sie nicht von der Person ablenken. Denn: „Je mehr Details hervorstechen, desto mehr beschäftigt sich der Betrachter damit“, sagt die Stilexpertin. „Farben, Muster und Kontraste interessieren das Auge.“ So sind auch Accessoires, die klappern und klimpern, baumeln und pendeln, glänzen und glitzern nicht für das Business geeignet.
Zur Grundausstattung im Business zählen Visitenkartenetui, Tasche, Kalender, Notizbuch – analog oder digital – und das individuelle Schreibgerät. Wesentlich für die Kaufentscheidung sind die Qualität und die Funktionalität dieser Accessoires. Wenn etwa ein Visitenkartenetui zwar äußerst elegant aussieht, aber es passen nur zehn Visitenkarten hinein, kann es seine Funktion im Geschäftsalltag nicht gut erfüllen, da die Karten zu schnell aufgebraucht sind. „In meinem Etui müssen mindestens 25 Visitenkarten Platz finden“, erklärt Eva Ruppert. „Und wenn man sich für ein silbernes Visitenkartenetui entscheidet, sollte man bedenken, dass man schnell die Fingerabdrücke darauf sieht und es häufig polieren muss.“
Ein Muss im Business ist aus stilistischer Sicht laut der Expertin eine Armbanduhr. „Es geht weniger um das Ablesen der Uhrzeit. Die Uhr ist heute als reines Stilelement zu sehen“, sagt die Trainerin. „Ein sorgfältig gewähltes Stück unterstreicht den persönlichen Geschmack und betont die gelebten Werte der Trägerin.“ Allerdings darf es keine Uhr mit digitaler Anzeige sein.

Accessoires sollen harmonieren
Bei der Wahl der Accessoires spielt auch die Übereinstimmung von Trend und eigenem Stil eine wichtige Rolle. Die Stilberatung unterscheidet vier Grundtypen: den sportlichen, den klassischen, den dramatischen und den femininen Typ. „Wenn der romantische Typ zu einem nüchternen Chronografen als Armbanduhr greift, wirkt das genauso seltsam, wie wenn der sportliche Typ das verschnörkelte Erbstück der Großmutter trägt“, verdeutlicht Eva Ruppert.
Ein weiterer Aspekt ist die Farbwahl, „entscheiden Sie sich bewusst für nur eine Farbe“, rät die Expertin. Bei Lederwaren sollten Uhrenarmband, Schuhe, Gürtel und Tasche farblich aufeinander abgestimmt sein. „Sonst könnte der Eindruck entstehen, dass wir uns nicht entscheiden können“, erklärt Eva Ruppert. Auch bei der Schmuckwahl trägt man Silber zu Silber und Gold zu Gold. „Eine Ausnahme ist der Ehering, der darf auch andersfarbig sein“, sagt sie.
Neben dem Stil und der Farbe sollten auch die Proportionen zueinander passen. Eine Frau mit 1,60 Meter Körpergröße kann neben einem großen Shopper verloren wirken, während eine Clutch – die kleine, elegante Handtasche – bei einer Größe von 1,80 Meter vielleicht seltsam wirkt. Ein anderes Beispiel sind Ringe: Frauen mit zierlichen Fingern sollten eher schmale Ringe wählen. Wer größere Hände hat, darf auch größere Ringe tragen.
Auch wenn in den letzten Jahren das Reglement für das Business Outfit liberaler geworden ist, bedeutet das nicht, dass es nicht mehr existiert. Die Kleidung soll unser Auftreten unterstützen, die Accessoires sollen es harmonisch abrunden. Dann strahlen wir automatisch Kompetenz aus.

Michaela Kreuzpointner, Redaktion
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