Erkennen, was am besten passt

Artikel: Neue Pressse 15.08.2013

Erkennen, was am besten passt

Ein Dutzend Mädchen sind bei einem Styling-Seminar mit Visagistin Eva Ruppert begeistert. Sie wissen nun Bescheid: über Farbtypen, Rougetechnik, Augenbrauen und der passenden Mode für Party und Bewerbung.

Bad Rodach – Jede Saison neue Farben, neue Moden, neue Looks. Da ist es hilfreich, sich auf eigenes Gespür verlassen zu können, um nicht als „fashion victim“ (Mode-Opfer) im wahrsten Sinne des Wortes zwar immer mit den neuesten Klamotten ausgestattet zu sein, aber trotzdem immer irgendwie daneben zu liegen.
Dass gerade für junge Mädchen ein großer Bedarf nach mehr Sicherheit in Modefragen besteht, zeigt die große Nachfrage am „Styling Seminar“ des Teenager-Ausstatters Fit-z. „Wir hatten 380 Anmeldungen“, erzählt die Referentin Eva Ruppert. Zwölf Mädchen wurden für das sechsstündige Seminar im HABA-Gebäude ausgelost. Von elf bis siebzehn Uhr beschäftigen sich die Teenies unter Anleitung der Imageberaterin und einer Assistentin mit Farbanalysen und Modethemen. Für drei Anlässe galt es, das passende Outfit zusammenzustellen.
Während bei einer Geburtstagsparty bei Freunden ein bauchfreies Oberteil sicherlich absolut in Ordnung geht, wäre das gleiche Teil bei einer Taufe jedoch „voll daneben“. Sind die Jackenärmel zu kurz, wirkt das bei einem Bewerbungsgespräch schüchtern, sind sie zu lang, etwas tollpatschig. Dass der perfekte Ärmel an der Daumenwurzel endet, dass Jeans und Shirt in Kombination mit einem Jäckchen immer gepflegter aussehen – diese und viele andere Tips hat Eva Ruppert für die Mädchen absolut alltagstauglich aufbereitet. Mit einer professionellen Farbanalyse und entsprechenden Farbkarten gehen die Mädchen an den Kleiderstangen mit Stücken der aktuellen Fit-z Kollektion „einkaufen“. „Wir wollen den sicheren Umgang mit Mode unterstützen“, sagt Eva Ruppert, die mit ihrer Beratung stets dem Typ folgt. „Viele junge Frauen übernehmen Trends aus Sendungen wie ‚Germanys next Topmodel‘“, so die Stylistin, „das funktioniert aber nur in den wenigsten Fällen“.
Eltern melden Kinder an
Gerade was das Schminken betrifft, folgt sie dem Grundsatz: „Das beste Make-up ist das, was man nicht erkennt.“ Bei den Eltern von Teenagern scheint der Ansatz von Eva Ruppert auf mehr als offene Ohren zu stoßen. „Es sind fast immer die Eltern, die ihre Kinder anmelden“, weiß sie. So war es auch die Mutter der 13-jährigen Nadja Wolke, die ihre Tochter zum Seminar nach Bad Rodach geschickt hat. Aus Stuttgart. Nadja weiß jetzt, dass sie ein „Sommer- Typ“ ist, welche Farben am besten zu ihrem Teint passen und wo das Rouge bei ihrer Gesichtsform aufgetragen werden muss.
In Sachen Mode habe Luisa Hoydem aus Bieberbach immer „einfach nur geschaut, was so aktuell ist“. Nach dem Seminar wird sie nun mit mehr Hintergrundwissen die Klamotten- Läden stürmen.

Von Cornelia Stegner

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