Weihnachtsgrüße

Artikel: SO! Die Neue Presse zum Sonntag, 03.12.2016

So! trägt man das:

Ich bin selbständig mit einem kleinen Unternehmen. Früher war es selbstverständlich, in der Vorweihnachtszeit Karten an gute Kunden zu verschicken. Heute erreichen mich diese Wünsche aber immer häufiger per E-Mail. Ist es wirklich angebracht, auf elektronische Post umzusteigen?

Stilberaterin Eva Ruppert:
Nicht, wenn die Weihnachtsgrüße eine persönliche Note vermitteln beziehungsweise Ihren persönlichen Stil widerspiegeln sollen. Da liegen Welten zwischen einem E-Mail-Gruß und einer handgeschriebenen Weihnachtskarte von hoher Qualität. Allerdings sehe ich da noch den Aspekt der Kontinuität. Haben Sie beispielsweise ausschließlich Mailverkehr mit einer Person, dann sehe ich keinen Stilbruch darin, auch die Weihnachtsgrüße per Mail zu senden. Der Anspruch liegt vielmehr in der personenbezogenen Formulierung und/oder Gestaltung. Pflegen Sie jedoch persönlichen Kontakt, dann empfinde ich eine handgeschriebenen Weihnachtskarte als selbstverständlich.
Fazit: Auch wenn Kosten- und Zeitersparnis eines weihnachtlichen E-Mail-Grußes verlockend sind, so bin ich mir doch sicher, dass die zwischenmenschlichen Gesichtspunkte einer handgeschriebenen Weihnachtskarte diesen Aufwand bei Weitem überwiegen.

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