Blumenstrauß

Artikel: SO! Die Neue Presse zum Sonntag, 19.11.2016

So! trägt man das:

Seit ich denken kann, halte ich mich an die Vorgabe, für Sträuße nur eine ungerade Zahl von Blumen zu binden. Warum macht man das? Und macht man das überhaupt immer noch so?

Stilberaterin Eva Ruppert: Drei Aspekte finde ich bei der Anzahl der Stiele in einem Blumenstrauß interessant:
1. Der mögliche Aberglaube des/der Beschenkten spielt auch heute noch eine Rolle. Die gerade Anzahl bei Blumen in Sträußen gilt seit jeher als unheilvoll. Andererseits sollte man aber auch die ungerade Zahl 13 tunlichst vermeiden.
2. Das Arrangement der Blumen. Sie lassen sich in ungerader Zahl schöner in einer Vase zusammenstellen, als das mit gerader Zahl möglich wäre. Das fällt bei kleineren Sträußen deutlicher auf als bei üppigen. Allerdings hätte ich bei runden Geburtstagen keine Bedenken, die Zahl der Blumen auf die Lebensjahre des Geburtstagskindes, zum Beispiel 20 oder 30, abzustimmen.
3. Nicht zuletzt die Symbolik, denn jedes (Blumen-) Geschenk ist immer auch eine Art Botschaft, die sich durch die Art der Blumen, die Anzahl und die Farben dem/der Beschenkten mitteilt.
Eine Strelitzie beispielsweise steht für Pracht und Exotik und eine Margerite für unverfälschtes Glück, allerdings hinterfragt sie auch die Gefühle des Partners. Rosen dagegen und auch Tulpen, vor allem in den Farbe Rot, sind die wohl deutlichsten Botschafter der Liebe. Eine Blume steht hier für „Ich liebe Dich“, drei sagen „Ich bete Dich an“ und fünf signalisieren „Du bist vollkommen“.

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